Taufe, Firmung und Eucharistie sind Sakramente, die den Menschen in die Kirche eingliedern und von der Herrschaft des Bösen befreit. Wer sie empfängt, erhält nach den Worten der Schrift Anteil am Tod Christi. Durch die Taufe werden die Menschen zu Gliedern Christi und damit zu Gottes Volk.
Die Firmung führt die in der Taufe begonnene christliche Initiation weiter. In diesem Sakrament empfangen die Getauften den Heiligen Geist, der ausgegossen und am Pfingstfest vom Herrn über die Apostel gesandt wurde. Durch diese Gabe werden sie vollkommener Christus ähnlich; sie werden gestärkt, für ihn Zeugnis abzulegen zur Auferbauung seines Leibes in Glaube und Liebe.
Das Sakrament der Firmung wird gespendet durch die Salbung mit Chrisam auf der Stirn unter Auflegen der Hand und durch die Worte:
Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.
Der gesamte Ritus hat doppelte Zeichenkraft: Das Ausbreiten der Hände geht auf einen biblischen Gestus zurück, durch den auf eine von der Gemeinde leicht zu verstehende Weise bezeichnet wird, dass die Gabe Gottes, der Heilige Geist, herabgerufen wird. Die Chrisamsalbung und die begleitenden Worte bringen klar zum Ausdruck, dass die Wirkung des Sakramentes im Geschenk des Heiligen Geistes besteht. Durch die Salbung mit wohlriechendem Öl empfängt der Getaufte ein unauslöschliches Siegel, das Zeichen des Herrn, so dass die Firmung nur einmal gespendet werden kann: gleichzeitig empfängt er damit auch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.
Nur ein Getaufter kann gefirmt werden. Er soll entsprechend unterrichtet und fähig sein, das Bekenntnis, das bei seiner Taufe abgelegt wurde, zu erneuern. Die Vorbereitung der Getauften auf den Empfang der Firmung ist eine wichtige Aufgabe des ganzen Gottesvolkes.